Die Geschichte der Kolonialmöbel

23.01.2018 10:18

Die Geschichte der Kolonialmöbel

Kolonialmöbel sind historische Möbel mit antikem Charakter. Der Begriff drückt aus, dass diese Möbel Möbelstücken ähneln, die Spanier, Portugiesen, Franzosen, Engländer, Holländer Deutsche und Menschen anderer Staaten, die Kolonien besaßen, aus ihrer Heimat mit in die Kolonialländer nahmen. Je nachdem, wann die Menschen in Kolonien auswanderten, können Kolonialmöbel Rokokomöbel, klassizistische Möbel, Jugendstilmöbel, Gründerzeitmöbel, Viktorianische Möbel oder Barockmöbel sein. Die Seefahrer Portugals und Spaniens eroberten bereits im 15. Jahrhundert Kolonien und besaßen sie bis ins 20. Jahrhundert. Dabei handelte es sich meist um Länder Lateinamerikas. Die England und Frankreich, die ebenfalls als Seefahrernationen in Erscheinung traten, eroberten ihre Kolonien im !8. und 19. Jahrhundert, die sich zumeist auf dem afrikanischen Kontinent befanden. Deutschland und Holland kamen erst im 19. Jahrhundert hinzu und hatten Kolonien im südlichen Afrika. Die Koloniallisten führten in ihren Kolonien ein herrschaftliches Leben und wohnten oft auf feudalen Landsitzen mit einheimischen Bediensteten. Dementsprechend pompös waren die Möbel, die sie aus ihren Heimatländern einschiffen ließen. Das ist für Kolonialmöbel die Geschichte dahinter und sie geht noch weiter. Franzosen, Engländer und Deutsche führten aus den Kolonien tropische Hartholzarten ein, aus denen in der alten Heimat wertvolle Möbelstücke hergestellt wurde. So entstanden zur Kolonialzeit Möbel aus Teakholz, Mahagonie, Palisander oder Bambus, die als sehr wertvoll galten. Diese Möbel entsprachen auch wenn sie in Häusern Englands, Frankreichs, Hollands oder Deutschland standen, dem Kolonialstil. Entscheidet man sich für Kolonialmöbel, die Geschichte dahinter ist immer sehr vielfältig und interessant. Zu Kolonialmöbeln gehören barocke Sekretäre, Jugendstilvertikos und klassizistische Anrichten ebenso wie Schaukelstühle aus Bambusrohr und antike Gewürzschränke mit vielen kleinen Fächern für tropische Gewürze und andere pikante Raritäten. Kolonialmöbel sind nicht nur sehr hochwertig und stilvoll, sondern ihnen haftet immer auch ein Hauch Abenteuer an. Viele Kolonialmöbelstücke sind speziell für den Handel beziehungsweise für die Aufbewahrung von Handelsgut entstanden. Typisch für diese Zeit waren die Kolonialwarenläden in Europa, in denen Südfrüchte, Elfenbeinseife, exotische Gewürze und vieles mehr zu haben waren. Auch das Mobiliar in diesen Läden gehört zu den heute als Kolonialmöbel bekannten Stilmöbeln. Weiterhin zählen Abenteuermöbel wie Kommoden im Stil alter Koffer oder Fliegermöbel zum Kolonialmöbelsortiment. Kolonialmöbel die Geschichte dahinter ist für viele unerschöpflich.


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